Du hast deine Doula-Ausbildung gemacht. Du brennst für das, was du tust. Du spürst diese tiefe Berufung, Frauen auf ihrem Weg ins Elternsein zu begleiten.
Und jetzt sitzt du da und denkst: „Okay… aber wie finden mich die Frauen eigentlich? Und darf ich überhaupt Geld nehmen für etwas, das mir so viel Spaß macht – das ich sooo gerne mache?“
Als Hebamme und Doula Ausbilderin an der Doula Plus Akademie erlebe ich diese Fragen ständig. Und ich verstehe sie so gut.
Deshalb heute: Ein ehrlicher Fahrplan.
Ich sehe 2 großen Blockaden
In meinen Gesprächen mit frisch ausgebildeten Doulas tauchen fast immer zwei Sätze auf:
- SICHTBARKEIT „Ich weiß nicht, wie die Frauen zu mir finden.“
- GELD „Mir fällt es schwer einen Preis zu finden und ihn dann zu nennen.“
Warum wir in der Doula Plus Akademie das „Plus“ auch auf den Businessaufbau legen. Die beste Doula-Ausbildung nützt dir nichts, wenn du hinterher nicht weißt, wie du damit arbeiten kannst. Das Plus in unserem Namen steht unter anderem auch dafür, dass wir uns schon während der Ausbildung um deine berufliche Zukunft kümmern.
Bei uns gibt es zum Beispiel:
- Instagram-Masterclass – damit du weißt, wie du authentisch sichtbar wirst (ohne dich verbiegen zu müssen)
- Eine Business-Mentorin im Team
- Praxisnahe Vorbereitung – du bekommst Hausaufgaben und eine wertschätzende Community die mit ihrer Schwarmintelligenz trägt und weiterhilft.
Falls du diesen Artikel liest und deine Ausbildung woanders gemacht hast bist du hier trotzdem genau richtig.
Denn eines ist klar: Doulas werden sowas von gebraucht!
Wenn du es nicht schaffst dein Angebot sichtbar zu machen, weil du nicht genau weißt wie, ist das quasi unterlassenen Hilfeleistung!😊
Mein Herzenswunsch ist es, dass alle werdenden Eltern eine empathische, liebevolle und fundierte Begleitung bekommen. Also go for it!
Sichtbarkeit: Wie Frauen/Klientinnen zu dir finden
Sichtbar werden bedeutet nicht, dass du zur Marketing-Maschine wirst oder täglich auf Instagram tanzen musst. Es bedeutet einfach: Die Frauen, die DICH brauchen, dürfen erfahren, dass es dich gibt.
Hier sind erprobte Wege
1. Vernetz dich mit Hebammen vor Ort
Hebammen sind oft die Ersten, die mit Schwangeren in Kontakt kommen. Sie kennen die Bedürfnisse der Frauen und wissen, wann eine Doula hilfreich wäre.
So gehst du vor:
- Stell dich persönlich vor (nicht nur per Mail)
- Erzähl von deiner Arbeit – authentisch, nicht verkäuferisch
- Frag, ob du einen Flyer dalassen darfst
- Biete an, bei Fragen zur Verfügung zu stehen
- Gibt es in deiner Region einen Hebammenstammtisch? Frag ob du dazukommen darfst um dich vorzustellen.
2. Nutze Infoabende von Krankenhäusern
Viele Kliniken bieten regelmäßige Infoabende für werdende Eltern an. Dort kannst du:
- Schwangere direkt treffen
- Kontakte zu Hebammen und Ärzt:innen knüpfen
- Dich als Doula vorstellen (frag vorher, ob das möglich ist)
3.Zusammenarbeit mit der Klinik —> win win du hilst und lernst deine zukünftigen Klientinnen kennen
- Braucht das Krankenhaus vielleicht deine Unterstützung? Kannst du ein Teil des Geburtsvorbereitungskurses übernehmen?Oder im Kreißsaal die Hebammen entlasten indem du MFA Aufgaben oder Orga übernimmst?
- für die Kliniken sind Doulas ein innovatives Aushängeschild – erkläre ihnen das
3. WhatsApp-Status (ja, wirklich!)
Unterschätzt und genial. Der WhatsApp-Status ist wie moderne Mundpropaganda.
Was du teilen kannst:
- Kleine Einblicke in deine Arbeit
- Termine für offene Treffen oder Infoabende
- Erinnerungen: „Falls du eine schwangere Frau kennst, die Unterstützung braucht…“
Bitte deine Kontakte, es weiterzugeben. Das ist kein Spam – das ist echte Vernetzung.
4. Scroll durch deine Kontaktliste
Mit wem hast du mal einen Töpferkurs gemacht? Mit wem warst du im Urlaub? Mit wem hast du irgendwann Telefonnummern getauscht?
Alte Telefonlisten, ehemalige Klassenchats, vergessene Kontakte – kleine Schatztruhen.
Hej – bei mir gibts News – Schreib eine persönliche Nachricht:
„Hej [Name], lange nichts gehört! Was gibt’s bei dir Neues? Bei mir folgendes: Ich bin jetzt Doula und begleite Frauen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Falls du jemanden kennst, für die das spannend sein könnte: Leite es gerne weiter. Das würde mich riesig freuen.“
Oder: Ruf mal wieder jemanden an. Alte Kontakte dürfen aufgewärmt werden. Manchmal entstehen genau daraus neue Verbindungen.
5. Instagram: Erzähl, was du machst
Nicht nur posten – erzählen.
Was funktioniert:
- Deine Geschichte: Warum machst du das?
- Dein Alltag: Was bewegt dich?
- Deine Werte: Wofür stehst du?
Machen wir in der Doula Plus Akademie von Anfang an. Lass die Menschen an deinem Weg teilhaben.Poste was du in der Ausbildung lernst oder gelernt hast. gerne immer wieder.Insta ist so schnelllebig.keine Angst langweilig oider wiederholend zu wirken.Menschen verbinden sich mit Geschichten, nicht mit perfekten Grafiken.
6. Blog-Artikel schreiben
Wenn du eine Webseite hast (oder planst): Schreib über das, was du weißt.
Mögliche Themen:
- Warum du Doula geworden bist
- Was Frauen im Wochenbett wirklich brauchen
- Deine erste Begleitung (natürlich anonymisiert)
So entstehen Vertrauen und Tiefe. Und: Google liebt gute Inhalte.
7. Der gute alte Flyer
Klingt retro, wirkt aber.
Wo du Flyer aufhängen kannst:
- Biomarkt
- Yogastudio
- Café um die Ecke
- Stillcafés
- Familienzentren
So hab ich damals als Hebamme angefangen. Und ja: Hat funktioniert.
8. Regionalzeitung kontaktieren
Die meisten Redaktionen freuen sich über geburtsnahe Themen.
So gehst du vor:
- Verfass einen kleinen Text über dein Angebot
- Schick ihn an die Lokalredaktion
- Frag, ob sie berichten möchten
Manchmal kommt ein Reporter sogar zu dir – wunderbare kostenlose Werbung.
Geld
Die unbequeme Wahrheit über Care-Arbeit
Ich höre so oft: „Aber das mache ich doch gerne, ich helfe gerne…etc . Darf ich dafür wirklich Geld nehmen?“
Meine Antwort: Gerade WEIL es Herzensarbeit ist, darfst du dafür Geld nehmen.
Denn wenn du von deiner Arbeit nicht leben kannst, machst du sie irgendwann nicht mehr. Du gehst zurück in deinen alten Job. Du gibst auf.
Und dann haben alle verloren: du UND die Frauen, die du begleiten könntest.
Care-Arbeit wird seit Jahrhunderten von Frauen geleistet. Unbezahlt oder unterbezahlt. Weil es ja „selbstverständlich“ ist. Weil es ja „aus Liebe“ passiert.
Liebe zahlt keine Miete. Herzensarbeit füllt keinen Kühlschrank.
Es wird Zeit, dass wir als Frauen aufhören, unsere wertvolle Arbeit zu verschenken.
Nicht sichtbar sein? Ist unterlassene Hilfeleistung
Und hier kommt mein Lieblingssatz – ich meine das ganz ernst:
Wenn du ein tolles Angebot hast und nicht sichtbar bist, ist das unterlassene Hilfeleistung.
Ich sehe jeden Tag als Hebamme wie sehr Frauen diese Unterstützung brauchen.
UND
Ich sehe die wunderbaren Doulas, die ich ausgebildet habe.
Die Frage ist nicht, ob jemand dein Angebot bucht.
Die Frage ist: Wie finden dich die Frauen, die es gerne buchen würden?
Frauen zahlen gerne – wenn der Wert klar ist
Und hier noch etwas aus meiner Erfahrung: Frauen zahlen sehr, sehr gerne für gute Begleitung.
Sie bekommen vielleicht zwei, maximal drei Babys in ihrem Leben. Das ist eine überschaubare Investition. Sie geben so viel Geld für andere Sachen aus – Kinderwagen, Babyzimmer, Ausstattung.(Die Liste ist übrigens unendlich erweiterbar: Matcha für 8 euro, Iphone für 1000 Euro…)
Aber für emotionale Unterstützung, für Halt, für jemanden, der DA ist?
Dafür zahlen sie gern.
mein meist gehörtester Satz , wenn ich über Doulas spreche ist : Wenn ich das gewußt hätte – ich hätte mir auf jeden Fall eine Doula genommen!”
Ein klarer Preis macht die Beziehung ehrlich.
Wenn du ehrenamtlich arbeitest oder zu wenig nimmst, haben Frauen oft das Gefühl: „Ich muss noch was dazuschenken. Wie kann ich das gutmachen? Wie drücke ich meine Wertschätzung anders aus?“
Puh – Das ist anstrengend. Für beide Seiten.
Aber wenn du einen fairen, klaren Preis hast, der sich passend anfühlt? Dann können beide entspannt zurücklehnen. Du kannst wirklich das fordern, was du brauchst. Und die Frau kann sich voll auf die Begleitung einlassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Das ist Klarheit. Das ist Würde. Für beide.
Wie findest du deinen Preis?
- Schau, was andere Doulas in deiner Region nehmen (Doula-Netzwerke, Webseiten)
- Rechne durch: Wie viele Stunden investierst du wirklich? (Vorgespräche + Rufbereitschaft + Geburt + Nachgespräch = oft 30–50 Stunden)
- Errechne so deine Stundenlohn, gestalte dann aber Paketpreise.
- Erarbeite ein paar Paketpreise, was ist drin- was ist optional dazubuchbar?
- Leg einen Preis fest, bei dem du dich wohl fühlst
- Und dann: Gewöhn dich dran, dass du es wert bist
Du darfst deinen Preis später anpassen. Aber starte mit einem Preis, der deinen Wert anerkennt.
Die Angst vor dem „Zu teuer“
„Aber was, wenn dann niemand mehr kommt?“
Das höre ich oft. Und ich verstehe es.
Aber hier die Wahrheit: Die richtige Familie kommt. Die, die deinen Wert sieht.
Und die zahlt gern, weil sie weiß, was du ihr gibst.
Frauen, die nach billig suchen, sind oft nicht die, mit denen du langfristig glücklich wirst. Sie erwarten viel, schätzen wenig.
Frauen, die investieren, schätzen dich. Sie sehen den Wert. Sie empfehlen dich weiter.
Füge am besten direkt nach „Wie findest du deinen Preis?“ diesen Abschnitt ein:
Aller Anfang ist schwer: Beta-Preise oder erstmal for free arbeiten?
Ich werde das oft gefragt: „Soll ich am Anfang begleitungen for free anbieten oder Beta-Preise nehmen?“
Meine ganz eigene Meinung: Du darfst am Anfang richtig gern die Gelegenheiten nutzen, die sich dir anbieten und du darfst dir deine Übergangslösungen erarbeiten.
Erste “Übungsbegleitungen”:
Vielleicht gibt es eine schwangere Freundin. Oder eine Frau, die sich eine Doula gerade nicht leisten kann. Wenn es für dich passt: go for it!
Vereinbart einen Gegenwert
- ein Testimonial (ein paar Sätze, wie sie dich erlebt hat)
- eine Bewertung für deine Webseite oder deinen Instagram-Kanal
- ein kurzer Fragebogen, damit du lernen kannst (z. B. wie hat sie eine Doula gesucht, wie ist sie auf dich gekommen, was war für sie besonders hilfreich?)Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Und genau so darf es sich anfühlen.
Beta-Preise:
Ich finde Paketpreise als „Beta-Angebot“ super:
„Ich mache das gerade neu. Mein regulärer Preis wird nächstes Jahr X sein. Und drei Frauen bekommen jetzt diesen Beta-Preis, weil ich mein Angebot schärfe und noch mehr Erfahrung sammle.“
Beide Varianten sind ein große WIN WIN:
- du kannst üben und sicherer werden
- du hast einen geschützten Rahmen, weil klar ist: Das ist eine erste Variante
- du baust Referenzen auf und bekommst echtes Feedback
- und du kannst danach mit gutem Gefühl deine vollen Preise nehmen
Wichtig dabei: Kenn deine späteren, vollen Preise schon vorher.
Nicht, weil du sie sofort nehmen musst, sondern weil du deinen Weg dorthin klar vor Augen hast. Und bitte: Beta bleibt Beta. Mit begrenzten Plätzen, einem klaren Zeitraum und einer sauberen Absprache. Dann wird aus „Aller Anfang ist schwer“ ein Anfang, der dich trägt.
Meine Hebammenempfehlung
Es braucht kein großes Marketing-Budget. Es braucht keine fancy Webseite (auch wenn die schön ist).
Es braucht: Mut, Herz und einen Anfang.
Fang klein an. Such dir zwei oder drei Wege aus dieser Liste. Probier sie aus. Schau, was sich für dich stimmig anfühlt.
Und beim Geld? Nimm mehr, als sich komfortabel anfühlt. Und dann gewöhn dich dran.
Die Frauen warten auf dich. Sie brauchen DICH – mit deiner Art, deiner Erfahrung, deiner Superkraft.
Go for it. Ich glaube an dich.
Möchtest du mehr über die Doula-Ausbildung erfahren?
In der Doula Plus Akademie begleiten wir dich nicht nur fachlich, sondern auch auf deinem Weg in die Selbstständigkeit – mit Instagram-Masterclass, Business-Mentorin und konkreter Unterstützung beim Aufbau deiner Doula-Praxis.
Alle Infos zur Ausbildung, den Inhalten und Terminen findest du hier: https://doulaplus.de/infoabend-doula-plus-akademie/



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